Die ersten Gäste sind schon eingetrudelt – und einige, die unter den allerersten waren, wurden prompt zu einem Feuerwehreinsatz alarmiert.

Geschäftsleiterin Andrea Reichler bei der ersten Bürgerversammlung im neuen Rathaus
Die Bürgerinformation 2026 und die Broschüre “Kunst am/im Rathaus” liegen schon aus.

Die neue Bürgerinformation
Um Punkt 20:00 Uhr geht es los.
Der Bürgermeister begrüßt alle Anwesenden und weist darauf hin, dass Anträge gestellt werden können.
Die Reihen füllen sich – insgesamt kamen gut 70 Personen.
Nach der Begrüßung stellt sich der neue Leiter der Polizeiinspektion Starnberg Matthias Kammerer vor. Die Inspektion ist für 52.000 Menschen zuständig.

Besondere Steigerungen gibt es beim Cybercrime, Schockanrufen, Kinderpornographie und Körperverletzungen, allerdings gibt es einen deutlichen Rückgang bei Gewaltverbrechen. In Berg wurden letztes Jahr 190 Straftaten verzeichnet, 4 % weniger als im Vorjahr, die Aufklärungsquote liegt bei 63,2 %. Die sog. “Häufigkeitszahl” (Anzahl der Straftaten x 100.000 : Einwohnerzahl) von Straftaten liegt in Berg nur bei etwas über der Hälfte von ganz Bayern.

Nun beginnt der Erste Bürgermeister Steigenberger mit seinem Bericht über das vergangene Jahr – wir fassen uns wie jedes Jahr kurz, denn Sie finden alle Informationen in der Broschüre.
Er dankt allen scheidenden Gemeinderäten und weist darauf hin, dass die konstituierende Sitzung voraussichtlich am 5.5. stattfindet und dass nun immer ein Mitglied des Jugendbeirats an der Sitzung teilnimmt.

Der Gemeinderat bis 2026 (ohne Jonas Goercke)
Ein großer Dank wurde Hans-Peter Eisenhut ausgesprochen, der sich letztes Jahr ins Goldene Buch eintragen durfte, weil er sich in Eigeninitiative um den Wiederaufbau der Sibichhauser Wegkapelle und die Sanierung der Allmannshauser Kapelle sowie St. Valentin in Allmannshausen gekümmert hat.
In schnellem Tempo geht es weiter: Er weist auf den regelmäßig erscheinenden BergBlick hin, freut sich, dass die BBB nicht nur ein eingetragener Verein, sondern auch gemeinnützig ist und dass der Asylhelferkreis jetzt auch Teil der BBB ist. Die BBB hat auch Werbung für das von den Feuerwehren organisierte Ramadama gemacht, wofür er sich bei beiden bedankt. Die AG Fahrrad bemüht sich um eine Verbesserung der Radwege, Auch wird dieses Jahr wieder zum Stadtradeln aufgerufen. Ladestationen wurden errichtet. Das große Thema Mücken war im letzten Jahr keines – Maßnahmen stehen auf der Gemeindehomepage. Die Wärmeplanung eröffnet an sehr wenigen Stellen die Möglichkeit zu einer gemeinsamen Wärmeversorgung, im Großteil der Gemeinde wird dezentral versorgt werden müssen. Der Lüßbach wurde weiter renaturiert. Es wird spannend, wie sich die Beteiligung an dem Energy-Sharing-Projekt EnTranC entwickelt. Energie soll vor Ort gewonnen und verbraucht werden.
Das neue Rathaus konnte am 8.-10.12.25 endlich bezogen werden. Apropos Versieglung: Die verwendeten Pflastersteine sind klimaaktiv, das heißt, sie können Regenwasser speichern, das dann verdunstet. Die Kinderkrankheiten im Neubau werden weniger – “Ich bin stolz darauf, dass wir das so hinbekommen haben”.
Über die Kunst im Bau wurde eine Broschüre erstellt, die kostenlos im Rathaus erhältllich ist. Zusätzlich zu den Werken der sechs Künstler:innen steht noch die von Dr. Wechsler geschenkte Skulptur vor demn Rathaus, im Rathaus steht die Büste von Oskar Maria Graf von Max Wagner. Hans Panschar, der das “Gemeinderad” vor dem Ratsaal geschaffen hat, wurde letztes Jahr mit dem Kulturpreis des Landkreises geehrt.
Aber was hat es gekostet? Gestartet wurden mit Planungskosten von 15,9 Mio, eine Reserve von 1,3 wurde eingestellt. Nach einer Baukostensteigerung von ca. 30 % betrugen die Kostenmehrungen 3,265 Mio.
Und was passiert mit dem alten Rathaus? Es gibt einen Beschluss, es zur Wohnnutzung zum Verkauf anzubieten – aber damit wird sich der neue Gemeinderat beschäftigen müssen.
Ein weiterer Brennpunkt war das Müllers auf der Lüften – ein Pächter ist da, der Vertrag liegt vor, muss aber noch unterschrieben werden. Wann alles fertiggestellt werden kann, kann zum jetzigen Punkt noch nicht genau abgesehen werden – man hofft natürlich, möglichst früh!
Eingeweiht wurde der Anbau des Feuerwehrhauses in Farchach, in Betrieb genommen wurden die Kinderkrippen in Aufkirchen und Farchach. Knapp sind dieses Jahr nur Hortplätze (16 Kinder sind auf der Warteliste), alle Krippen- und Kindergartenkinder konnten untergebracht werden. Das Hauptproblem ist das Personal.
Neu gebaut wurde die Mauer in der Grafstraße – die mit bunten Fischen bestückt werden konnte, für die sich zahlreiche Paten fanden.
Mörlbach ist nun an den Kanal angeschlossen – das Abwasesr fließt jetzt in die Kläranlage nach Starnberg, das Regenwasser kommt in die Weiher, die noch beprobt werden müssen. Die Straßen sind mittlerweile wieder asphaltiert.
Das Wohnzentrum in der Osterfelderstraße ist mittlerweile bezogen. 24 Wohungen wurden durch die Gemeinde Berg vergeben. Die Lagerfläche am Enzianweg wird zurückgebaut.
Im MTV Sportfunktionsgebäude findet derzeit der Innenausbau statt.
Die Windräder brachten 2025 sehr wenig Wind – es war das bisher schlechteste Jahr. Genaue Zahlen gibt es noch nicht zu vermelden, die Gesellschafterversammlung findet im Juni statt.
Die Wassergebühren sind nun in den Geldbeuteln angekommen. “Der Gemeinderat hat ds nicht gern getan”, aber wir dürfen keine Gewinne und keine Verluste machen, sodass negative Zahlen aus den Vorjahren ausgeglichen werden müssen.
Die Gewerebsteuer hat sich letztes Jahr sehr gut entwickelt und war fast so gut wie 2022, sodass weniger Kredit aufgenommen werden musste als geplant.
Zuletzt die Kultur: Das Budget ist niedrig, aber das Angebot ist hoch. Zwei Dorfbühnen hatten erfolgreiche Produktionen, Beate Schads Schüler:innen erzielen immer beste Platzierungen bei den Jugend musiziert Wettbewerben. Julian Schad hat Klassik 2.0 initiiert. Aber zusätzlich gibt es auch Initiativen wie die Lesung im Moarhof, die Hans-Panschar-Ausstellung bei der Einweihung des Bootshauses und die Ausstellung zu 200 Jahre Leoni.
In diesem Jahr kommt Besuch aus Phalsbourg von 30. April bis 2. Mai und wir die Maifeier in Farchach besuchen. In Höhenrain wurde der Maibaum per Hand aufgestellt, in Berg gab es ebenfalls eine Maifeier – beide waren gut besucht.
Der First Responder feierte sein 22-jähirges Jubiläum, die Höhenrainer feierte 125-jähriges Jubiläum.
Und der Brügermeister bedankt sich bei allen Vereinen, die das gemeindliche Ferienprogramm gemeinsam auf die Beine gestellt haben.
Punkt fünf nach neun schließt Bürgermeister Steigenberger seinen Vortrag.
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