Asyl in Berg: Wohnungssuche

Im Gegensatz zu Blog und Blacky hat die afghanische Familie Khurami noch keine endgültige Bleibe in Berg gefunden. Der Helferkreis bat uns, den nachfolgenden Text für die Wohnungssuche zu veröffentlichen – das tun wir natürlich gerne.

Familie Khurami sucht eine Bleibe

Herbergssuche 2.0

Die Familie Khurami sucht dringend ein neues Zuhause. Liebe Berger, bitte helft uns dabei!

Seit knapp einem Jahr wohnt die Familie Khurami aus Afghanistan mittlerweile in Aufkirchen und hat sich sehr gut in unser Gemeindeleben integriert. Spätestens im April dieses Jahres muss die Familie leider aus ihrer derzeitigen Unterkunft ausziehen – und trotz intensiver Suche hat sie bisher keine neue Bleibe gefunden.

Benafsha und Hashmat Khurami haben in Afghanistan für verschiedene Nichtregierungsorganisationen und die UNICEF gearbeitet, sind in abgelegene Dörfer gefahren und haben andere Eltern und Kinder über Gesundheitsvorsorge und Hygiene aufgeklärt. Die 7-köpfige Familie hatte ein gutes Leben in Afghanistan. Sie alle wollten ihr Heimatland und ihre noch dort lebenden Verwandten nicht verlassen. Aber sie mussten. Das wurde vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge durch die Vergabe des Flüchtlingsstatus bestätigt.

Nach den zermürbenden Erlebnissen ihrer Flucht haben sie in Berg endlich einen Ort gefunden, an dem sie zur Ruhe kommen konnten. Sie fühlen sich hier bei uns sehr wohl. „Unsere Kinder und wir selbst haben im letzten Jahr zahlreiche Freundschaften geschlossen – so etwas trägt sehr dazu bei, dass man sich an einem fremden Ort zuhause fühlen kann“, erzählt Benafsha Khurami, die derzeit jeden Vormittag einen Integrationskurs in Starnberg besucht und nach dessen erfolgreicher Beendigung gerne eine Ausbildung zur Krankenschwester absolvieren möchte. Ihr Mann Hashmat, der abends zum Integrationskurs geht, würde gerne seine langjährige, in Afghanistan gesammelte Berufserfahrung bei internationalen Nichtregierungsorganisationen nutzen, um hier beispielsweise an einer Schnittstelle zwischen deutschen Behörden und anderen Flüchtlingen zu arbeiten. Über den seiner Familie drohenden, wiederholten Neuanfang an einem anderen Ort in Deutschland sagt er: „Unsere Kinder haben hier endlich wieder neues Vertrauen ins Leben gefasst – gerade für sie wäre es wirklich schlimm, wenn wir wieder von hier wegziehen müssten.“

Die älteste Tochter geht in die 4. Klasse an der Oskar Maria Graf Grundschule in Aufkirchen und wird – nach nicht mal einem Jahr in Deutschland – den Übertritt aufs Gymnasium schaffen. Der 10-jährige Sohn ist gerade in der 3. Klasse und geht regelmäßig begeistert zum Fußballtraining beim MTV Berg. Die 7-jährige Tochter besucht seit letzten September ebenfalls die Grundschule und ihre eineinhalb Jahre jüngere Schwester, die täglich mit viel Freude in das Montessori Kinderhaus in Aufkirchen geht, wird im nächsten Schuljahr folgen. Der jüngste Sohn der Familie könnte dann ebenfalls ab September das Montessori Kinderhaus besuchen – wenn die Familie es schafft, in unserer Gemeinde eine geeignete Unterkunft zu finden.

Gesucht wird ein Haus oder eine Wohnung mit bis zu 135 Quadratmetern. Eine Kaltmiete von bis zu 1.500 Euro kann sicher und pünktlich gezahlt werden. Wer etwas Geeignetes zur Vermietung besitzt oder einen Tipp hat, an wen wir uns wenden könnten, kann sich jederzeit mit Iradj Teymurian (mail@asyl-in-berg.de) oder Verena Machnik vom Asylhelferkreis Berg in Verbindung setzen. Weitere Kontaktdaten/Telefonnummern erhalten Sie über die QUH.

Im Namen der vielen Menschen, die im Laufe des letzten Jahres zu Freunden dieser integrationsbereiten und gastfreundlichen Familie geworden sind, bitten wir alle Berger um Hilfe – lasst uns Familie Khurami in unserer Gemeinde behalten!

Asylhelferkreis Berg